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43 Patientenverfügung/ Patiententestament In einer Patientenverfügung können Sie dokumentieren, wie Sie ärztlich behandelt werden möchten, wenn Sie nicht mehr selbst entscheiden können. Sie können auch Bitten äußern oder bloße Richtlinien für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte und das Behandlungsteam aufnehmen. Zudem kann es sinnvoll sein, auch persönliche Wertvorstellungen, Einstellungen zum eigenen Leben und Sterben und religiöse Anschauungen als Ergänzung und Auslegungshilfe Ihrer Patientenverfügung zu schildern. Auf diese Weise können Sie Einfluss auf die ärztliche Behandlung nehmen. Die Patientenverfügung kann die Fortsetzung lebensverlängernder Maßnahmen für den Fall einer Krankheit, eines Unfalls oder einer Behinderung ausschließen. Sie kann aber auch die Frage der Organspende regeln und die Adressen der nahen Angehörigen bzw. einer Vertrauensperson beinhalten. Grundsätzlich sollte diese Erklärung immer bei den Ausweispapieren aufbewahrt werden und immer mit einem aktuellen Datum (z. B. jährlich) versehen sein, damit keine Zweifel an der Willens- erklärung aufkommen können. Nähere Informationen (und auf Wunsch auch eine Broschüre hierzu) erhalten Sie beim Amtsgericht Vechta Kapitelplatz 8, 49377 Vechta Frau Gelhaus, Tel.: 04441-8706-120 Frau Hölzl, Tel.: 04441-8706-118 Betreuungsverein des SKF Kronenstraße 5, 49377 Vechta Tel.: 04441-9290-0 Fax: 04441-9290-10 E-Mail: betreuungsverein@skf-vechta.de Landkreis Vechta, Betreuungsstelle Ravensberger Straße 20, 49377 Vechta Tel.: 04441-898-2030 Fax: 04441-898-1040 E-Mail: 2030@landkreis-vechta.de oder im Internet unter: www.patiententestament.de Einrichtung einer Betreuung Nicht selten stellt sich bei Angehörigen von älteren Menschen oder Betroffenen selbst die Frage, was zu tun ist, wenn die Besorgung rechtlicher Angelegenheiten und notwendiger Geschäfte durch eine geistige, psychische oder seelische Krankheit nicht mehr ordnungsgemäß möglich ist. Die Bestellung eines Betreuers und die Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen erfolgt nach strengen Kriterien durch das Amtsgericht Vechta. Dabei hört das Gericht die Betroffenen persönlich an und verschafft sich darüber hinaus eine Fülle von notwendigen Informationen, die für eine Entscheidung wichtig sind, so dass die Interessen der Betroffenen in jedem Fall gewahrt bleiben. Bei der Bestellung eines Betreuers kann das Gericht den Umfang der Betreuung durch die Festlegung von Aufgabenkreisen bestimmen. Museum im Zeughaus


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