8. SONSTIGE

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41 8. SONSTIGE ALTERS- RELEVANTE FRAGEN Testament / Erbvertrag Mit dem Testament bzw. dem Erbvertrag wird sichergestellt, dass bei der Aufteilung des Nachlasses nach den Wünschen des Verstorbenen verfahren wird. Daher sollte es niemand unterlassen, rechtzeitig ein Testament bzw. einen Erbvertrag zu errichten. Folgende Formen eines Testaments sind möglich: Öffentliches Testament = notarielles Testament Wer sicher gehen will, bei der Abfassung des Testaments keinen Fehler zu machen, sollte ein öffentliches Testament bzw. notarielles Testament errichten. Das geschieht in der Weise, dass der letzte Wille mündlich gegenüber einem Notar/einer Notarin erklärt wird oder selbst schriftlich abgefasst dem Notar/ der Notarin übergeben wird. Es ist zwar kostenpflichtig, bietet jedoch folgende Vorteile: ■■ Der Notar berät Sie umfassend und verdeutlicht Ihnen die Konsequenzen der geplanten Verfügungen. ■■ Das öffentliche Testament wird beim Amtsgericht hinterlegt, so dass damit Zweifel an dem Bestehen, der Echtheit und Richtigkeit eines Testaments in der Regel ausgeschlossen sind. Eigenhändiges Testament Ohne Kosten können Sie auch ein eigenhändiges Testament errichten. Dabei muss nicht nur die Unterschrift, sondern der gesamte Text handschriftlich eigenhändig niedergeschrieben werden. Vergessen Sie nicht, Ort und Datum anzugeben und unterschreiben Sie mit Vor- und Familiennamen. Gemeinsames Testament von Ehegatten Das Gesetz ermöglicht es Ehegatten, ein gemeinschaftliches Testament, das für den Tod eines jeden Ehegatten gilt, entweder in öffentlicher oder eigenhändiger Form zu verfassen. Es reicht aus, wenn ein Ehegatte das Testament eigenhändig niederschreibt und wenn beide Ehegatten mit Vor- und Zunamen unterschreiben. Erbvertrag Eine Alternative zum Testament ist der Erbvertrag. Mit einem Erbvertrag können Sie bereits zu Ihren Lebzeiten verbindlich bestimmen, wer Ihr Erbe werden oder etwas aus Ihrem Nachlass erhalten soll. Der Vertrag wird vor einem Notar geschlossen und ist kostenpflichtig. Spätere Änderungen an den im Erbvertrag getroffenen Verfügungen sind nur schwer möglich; eine einseitige Änderung ist nicht möglich. Daher sollten Sie von dieser Form nur Gebrauch machen, wenn Sie sich über die Person/ en, die Ihr Erbe antreten soll/en, sicher sind.


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