7. Haeusliche Pflege

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36 7. HÄUSLICHE PFLEGE Allgemeines Oftmals ist es der Wunsch, bei Pflegebedürftigkeit in der gewohnten häuslichen Umgebung zu bleiben. Besonders leicht kann dieser Wunsch verwirklicht werden, wenn schon frühzeitig an eine barriere- freie Anpassung des Wohnraums gedacht wurde (siehe Kapitel „Wohnraumanpassung“). Die häusliche Pflege kann durch private Pflegepersonen, Angehörige und/ oder Verwandte verrichtet werden. Sollten diese nicht vorhanden sein oder nicht ausreichen, empfiehlt sich in jedem Fall die Beteiligung eines ambulanten Pflegedienstes, die auch hinsichtlich der medizinisch-pflegerischen Fachkompetenz sinnvoll erscheint. Darüber hinaus entlastet eine ambulante Pflege die privaten Pflegepersonen und kann somit wirksam vor möglicher Überforderung schützen. Zu den Leistungen der ambulanten Pflegedienste gehören neben der allgemeinen Pflege und Beratung u. a. auch Einkaufs-, Fahr- und Besuchsdienste, der Verleih von Pflegehilfsmitteln, hauswirtschaftliche Hilfen, Hausnotrufsysteme, Wohnraumberatung, Fortbildungen, Gesprächskreise etc. Es ist in jedem Fall sinnvoll, schon frühzeitig die Einschaltung eines ambulanten Pflegedienstes gemeinsam mit dem behandelnden Arzt zu erwägen. Finanzielle Hilfen im Pflegefall Leistungen der sozialen Pflegeversicherung Bei den Leistungen der sozialen Pflegeversicherung handelt es sich um Versicherungsleistungen, deren Inanspruchnahme von der Mitgliedschaft in einer Pflegeversicherung abhängig ist. Anträge sind an die Pflegekassen zu richten. Voraussetzung für die Gewährung von Leistungen der Pflegeversicherung ist die Pflegebedürftigkeit. Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens für mindestens sechs Monate in erheblichem oder höherem Maße der Pflege bedürfen. Hierbei unterscheidet die Pflegeversicherung zwischen drei verschiedenen Pflegestufen. Pflegestufe I: (Erheblich Pflegebedürftige) Voraussetzung für die Einstufung in Pfle- gestufe I ist, dass der Pflegebedürftige pflegerische Hilfen in Anspruch nehmen muss und zwar einmal täglich bei wenigstens zwei Verrichtungen im Bereich der Körperpflege, Ernährung


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